Taufe
Sie wollen Ihr Kind taufen lassen?
Jesus ermutigt: "Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret
ihnen nicht; denn solchen
gehört das Reich Gottes." (Markus 10,14)
Dass wir Kinder taufen, die sich noch nicht selbst dafür
entscheiden können,
symbolisiert die zuvorkommende Liebe Gottes. Er hat sich längst
für uns entschieden.
Mit der Taufe machen wir kund, dass wir Gottes Kinder sind.
Die Taufe geschieht im Gottesdienst der Gemeinde zu den
ortsüblichen Zeiten, weil mit
der Taufe der Täufling in die Gemeinde aufgenommen wird. Vor der
Taufe findet das
Taufgespräch zwischen Eltern und Pfarrer statt. Es wird über Sinn
und Bedeutung der
Taufe, über Fragen und Zweifel, über den Vollzug selbst, über
mögliche Mitgestaltung
durch die Tauffamilie gesprochen.
Nehmen Sie rechtzeitig Kontakt zu ihrem Pfarrer auf, um einen
Tauf- und
Gesprächstermin zu vereinbaren. Oft gibt es in der Gemeinde
bestimmte Taufsonntage.
Patenschaft
Mindestens ein Pate/eine Patin ist vonnöten. Pate kann nur werden,
wer der
evangelischen oder katholischen Kirche angehört. Denn die Kirche
verleiht das
Patenrecht nur an Kirchenmitglieder.
Wer Pate/Patin wird, übernimmt Verantwortung für die religiöse
Erziehung des Täuflings.
Er/sie ist so etwas wie ein Bürge dafür, dass das Kind im
christlichen Glauben erzogen
wird.
Bei der Frage, wer wird Pate/Patin, spielt oft der Gedanke eine
Rolle, wo das Kind im
Todesfalle der Eltern bleiben soll. Die Patenschaft bietet dafür
aber keine juristische
Grundlage. Im Ernstfall werden ganz andere Kriterien eine Rolle
spielen. Die Patenschaft
ist zunächst eine kirchliche Angelegenheit.
Abendmahl
Jesus hat es mit seinen Jüngern, Freunden, Frauen, Kindern
gefeiert. Als Zeichen der
Zusammengehörigkeit im Reich Gottes.
Von Paulus erfahren wir, dass das Brechen des Brotes zu Beginn des
Mahles geschah.
Daran schloss sich ein normales Abendessen an. Zum Schluss des
Mahles wurde der
Kelch mit Wein gereicht.
Wir feiern das Mahl in unseren Kirchen heute ohne das
eingeschlossene Essen
(Ausnahme: sogenannte Agape-Feiern). Wir vergegenwärtigen im
Abendmahl Jesus, als
den, der sich für die Schwachen, Kranken, Hilfsbedürftigen
eingesetzt hat.
Sooft wir das Mahl feiern, verkünden wir Jesus darin, dass wir so
handeln, wie er
gehandelt hat. Wenn wir vor den Altar zum Abendmahl treten, gibt
es keine sozialen
Unterschiede mehr: Wir sind alle Brüder und Schwestern.
Bei uns wird das mit folgenden Gesten ausgedrückt:
Nur jeder Zweite erhält ein fingerlanges Stück Brot. Dieses Brot
hält man seinem
Nächsten zu Linken hin, der/die sich ein Stück davon abbricht. Zum
Zeichen, dass wir
das Leben miteinander teilen.
Der Kelch mit Wein/Traubensaft wird einfach weitergereicht. Zum
Zeichen, dass wir die
Freude von Gott geliebt zu sein nicht für uns selbst behalten
wollen.
Am Ende reichen wir uns einander die Hände und geben uns darin ein
Zeichen unserer
Liebe, dass wir so handeln wollen, wie Jesus gehandelt hat.
In seinem Gemeinschaftscharakter schließt das Abendmahl die
Versöhnung ein. In der
Teilnahme am Mahl kommt das unverwechselbar zum Ausdruck.
Wiedereintritt
Sie wollen in die Evangelische Kirche eintreten? Dafür kann es
gute Gründe geben!
Seit kurzem ist das Verfahren stark vereinfacht worden:
Sie gehen zu Ihrem Pfarrer. Besprechen in aller Verschwiegenheit
mit ihm Ihre Gründe.
Füllen das Aufnahmeformular aus und gehören damit ab sofort zur
Evangelischen Kirche,
insbesondere zu der Kirchengemeinde, in der Sie eingetreten sind.
Der Pfarrer wird Sie bitten, am nächsten Abendmahlsgottesdienst
teilzunehmen und
darin Ihren inneren Entschluss mit der Teilnahme am Abendmahl zu
bekärftigen.
Kirchensteuer
Wenn Sie berufstätig sind, werden Sie daraufhin Kirchensteuer in
Höhe von 0,9% Ihrer
Lohnsteuer zahlen. Bedenken Sie, dass dieser Solidaritätsbeitrag
unter anderem
unzählige Arbeitsplätze finanziert.
Es gibt viele Gerüchte über die Finanzen der Kirche. Seien Sie an
dieser Stelle kritisch:
Sie haben jederzeit die Möglichkeit, sich die Einnahmen und
Ausgaben einer
Kirchengemeinde eingehend anzuschauen. Jedes Jahr liegt der Haushaltsplan
und die
Jahresrechnung eine Woche öffentlich zur Einsicht aus. Darin
ersehen Sie, wofür eine
Kirchengemeinde Geld braucht bzw. ausgibt. Machen Sie sich schlau!
Ungeklärte Fragen
Fragen Sie Ihre(n) Pfarrer(in) oder schicken Sie uns ein Email. Über
alles kann man
reden!